Vita

Daniel Höhr, geboren 1973 in Troisdorf, ist mit einigen Unterbrechungen seit drei Jahrzehnten am liebsten als Solist aber gelegentlich auch als Kammermusiker, Liedbegleiter und Orchestermusiker auf den Bühnen kleinerer Konzertsäle unterwegs. In seinen oft thematisch gestalteten Programmen finden sich nicht nur Werke seiner Lieblingskomponisten Beethoven, Brahms, Schumann und Liszt sondern auch selten Gespieltes in zum Teil ungewöhnlicher Besetzung. So wirkte er 2009 bei Uraufführungen von Werken Markus Grünters mit, spielte 2013 zusammen mit Axel Wilberg Kammermusik für Harmonium und Klavier von Sigfrid Karg-Elert (1877 – 1933) und gab 2014 den selten zu hörenden und erst vor wenigen Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Klavierzyklus Das Jahr von Fanny Hensel (1805 – 1847). Am 11. Dezember 2021 führte er in Sankt Augustin die Vexations von Erik Satie in einer sechzehnstündigen Soloperformance als Spendenmarathon zugunsten der Seenotrettungsorganisation United4Rescue auf. Sein Album Innocence & Experience mit Klaviermusik von Schumann und Brahms erschien 2021 auf seinem eigenen Label serioso und wurde vom Kölner Stadt-Anzeiger als „ausgefeiltes, überzeugende Debut“ gelobt.

Der Sankt Augustiner Musiker begann im Alter von acht Jahren mit dem Klavierspiel. Seine Lehrer waren Norbert Schmitz-Witter, Markus Grünter, Eleonora Sauer, Christa Hahn, Prof. Peter Florian (Osnabrück) und Gotthard Kladetzky (Köln). Seinen ersten Soloabend gab der mehrfache Preisträger bei „Musizierende Jugend im Rhein-Sieg-Kreis“ und „Jugend Musiziert“ 1993 mit u.a. Mussorgskys Bilder einer Ausstellung im Klavierhaus Klavins in Bonn-Beuel. Daniel Höhr studierte Anglistik und katholische Theologie in Deutschland und Großbritannien, arbeitete 24 Jahre hauptberuflich als Englisch- und Lateinlehrer in der Erwachsenenbildung und als Übersetzer. Seit 2022 ist er im Klavierhaus Klavins in Bonn-Beuel als Assistent der Geschäftsführung tätig. Neben seinen musikalischen Aktivitäten wirkte er auch gelegentlich bei künstlerisch-literarischen Projekten mit, wie beim Renga-Projekt From Sea to Sea (2009) und Wall Flowers | Flores Muri (2013) des schottischen Künstlers Alec Finlay. 




Foto: Ralf Klein, 2021

Foto: Ralf Klein, 2021

Foto: Ralf Klein, 2020