Vita

Daniel Höhr, 1973 in Troisdorf geboren, wurde vom Kölner Stadt Anzeiger als „hervorragender Interpret“ der Musik Franz Liszts bezeichnet. Es sind aber nicht nur Standardwerke seiner Lieblingskomponisten Beethoven, Brahms oder Liszt, mit denen er seit Jahren als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter auf den Bühnen kleinerer Konzertsäle beheimatet ist. Immer wieder findet sich auch selten Gespieltes oder Neues in teils ungewöhnlicher Besetzung in seinen meist thematisch gestalteten Programmen. So wirkte er bei den Uraufführungen von Markus Grünters Neun Miniaturen für Klavier, Liegeklänge und CD nach Bildern von Udo Eich im April 2009 in Troisdorf sowie "Hinterhalt" - Dialog zwischen Arminius und Varus, Musikalische Aktion für einen Sprecher mit Klavier, Keyboard und Schlagzeug im Oktober 2009 in Köln mit. 2013 führte er zusammen mit Axel Wilberg selten gespielte Kammermusik für Harmonium und Klavier von Sigfrid Karg-Elert (1877 – 1933) auf und 2014 gab er in seinen Recitals den selten zu hörenden und erst vor wenigen Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Klavierzyklus Das Jahr von Fanny Hensel geb. Mendelssohn (1805 – 1847).
Der Sankt Augustiner Musiker begann im Alter von acht Jahren mit dem Klavierspiel. Seine Lehrer waren Norbert Schmitz-Witter, Markus Grünter, Eleonora Sauer, Christa Hahn, Prof. Peter Florian (Osnabrück) und Gotthard Kladetzky (Köln). Seinen ersten Soloabend gab der mehrfache Preisträger bei „Musizierende Jugend im Rhein-Sieg-Kreis“ und „Jugend Musiziert“ 1993 mit u.a. Mussorgskijs Bilder einer Ausstellung im Klavierhaus Klavins in Bonn-Beuel. Daniel Höhr studierte Anglistik und katholische Theologie in Deutschland und Großbritannien. Hauptberuflich arbeitet Daniel Höhr als Sprachlehrer in der Erwachsenenbildung für Englisch und Latein sowie als Übersetzer. Neben seiner musikalischen Tätigkeit wirkte er auch gelegentlich bei künstlerisch-literarischen Projekten mit, wie beim Renga-Projekt From Sea to Sea (2009) und Wall Flowers | Flores Muri (2013) des schottischen Künstlers Alec Finlay. 


Foto: Ralf Klein, 2021

Foto: Ralf Klein, 2021

Foto: Ralf Klein, 2020